Branding Fotograf 

Auch Fotografen sind Content Creator. Die Bezeichnung ist zusammen mit UGC-Creator im allgemeinen Sprachgebrauch normalerweise für Models und Influencer auf Social Media reserviert. Ich als Branding Fotograf zusammen mit meiner Freundin Eva und weiteren Models biete Marken hier einen gewaltigen Vorteil: Wir shooten Produkte wie Kleidung und Schmuck mit der geballten Power von professionellen Models und hochwertigem Equipment für außergewöhnlichen Content. Natürlich sind wir preislich in einer anderen Klasse als normale UGC-Creator, aber immer noch bedeutend günstiger als ein ganzes Filmset für einen Shooting Tag. Das letzte Shooting dieser Art war eine ganz besondere Aufgabe: Content Produktion für die Frühjahrskollektion im tiefsten Winter in Frankfurt.

„Ein Reel ist schnell gemacht und ein Foto ist schnell geschossen.“ So lautet die allgemeine Annahme derjenigen, die selbst keinen Content produzieren. Was man dabei schnell vergisst: Dass wir uns im Voraus auch mit Kleidung anprobieren und Bügeln auseinandersetzen. Auch braucht das eigentliche Shooting oft tagelange Vorbereitung. Besonders bei diesem Shooting mit Brax war das meine größte Herausforderung als Branding Fotograf: Die Locations so auswählen, dass wir den geforderten Frühlings-Vibe auch umsetzen konnten. Schließlich haben wir hier eine Frühjahrskollektion geshootet, und die macht sich nicht gut vor kahlen Bäumen und grauem Januar-Himmel in Frankfurt.

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Vorbereitung des Brand Shootings 

Der Ablauf eines Shootings für eine Modemarke mit mir als Branding Fotograf klingt erst mal denkbar einfach, ist es aber nicht. Im ersten Schritt bekommen wir, beziehungsweise Model Eva Schug, die Kleidung in zwei verschiedenen Größen zugesendet. Nach dem Anprobieren, suchen wir anhand der Angaben des Kunden und der Farbpalette der Outfits Locations, die den angeforderten Vibe gut unterstreichen. Passen die Klamotten nicht, müssen wir sie natürlich auch wieder zurück schicken.

Zusammen mit den Outfits kommt dann auch das Briefing, das sich von Kunde zu Kunde erheblich unterscheidet. Für die Bilder war es Brax besonders wichtig, die Outfits immer als Ganzkörper-Shot inklusive Schuhe zu fotografieren. Außerdem müssen die Kleider nicht nur perfekt sitzen, sondern auch gebügelt sein. Tricky wird es, wenn die Kleidungsstücke über den ganzen Shooting-Tag hinweg faltenfrei bleiben müssen. 

Alle Teile sollten genauso präsentiert werden, wie vom Schnitt her beabsichtigt. Außerdem hat uns Brax für die 5 angeforderten Videos jeweils ein Motto gegeben. „Klicheé Adé: Leinen ist langweilig“ und „Klicheé Adé: Powerfrauen tragen kein Flowerpower“ waren zwei der Mottos für unseren Content, an denen wir uns gut orientieren konnten.

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Ablauf des Shootings als Branding Fotograf

Der Morgen des Shooting-Tages ist grau. 3 Grad, bewölkt, immer wieder Schauer. Der perfekte Tag, um eine Frühjahrskollektion zu schießen #ironyoff. Hut ab vor Eva – sie hat den ganzen Tag in Sommerklamotten bei niedrigen Temperaturen ausgehalten, ohne sich ein einziges Mal zu beschweren. Neben Eva und mir hatten wir bei diesem Shooting auch noch eine liebe Assistentin dabei, die uns mit der Kleidung geholfen hat. Außerdem sorgte sie auch für den beliebten behind-the-scenes-content, den man auf meinem Instagram-Account sieht. Es klingt zwar nicht nach viel, aber 7 Outfits sind eine ganze Menge, die gemanagt werden muss. 

Die erste nicht winterliche Location war am Frankfurter Westhafen, die mit ganzjährig bepflanzten Gebäuden und hellen Hintergründen punkten konnte. Die reflektierenden Wände haben uns durch das ganze Shooting hinweg immer wieder gerettet. Sie ließen den Gesamteindruck immer wieder frühlingshaft erscheinen. Auch an den nächsten beiden Locations im Westhafen und an der alten Oper lag unser Augenmerk darauf, die Hintergründe hell und freundlich zu halten. Noch ein Kriterium: Nichts sollte so auffällig sein, dass von den Outfits abgelenkt werden könnte. Insgesamt haben wir an diesem Tag in 6 Stunden Content mit 7 Outfits für 5 Videos gedreht sowie zahlreiche Bilder geschossen.

Nach dem Shooting

Wenn der Content nach einem langen Shooting-Tag dann endlich im Kasten ist, geht es an die Bearbeitung. Bilder müssen farblich angepasst werden, in diesem Fall haben wir im Nachhinein viel mit warmen Farben gearbeitet, um das deutsche Wintergrau in Frühlingslicht zu verwandeln. Auch die Beschaffung von Gema-freier Musik ist ein Punkt, der bei der Content Produktion oft vergessen wird. Im kommerziellen Marketingbereich können die Audios von Instagram nicht einfach so verwendet werden. Im Unterschied zu Influencern, die mehrere Korrekturschleifen haben, bei denen der Kunde Verbesserungswünsche äußern kann, haben wir nur einen Shooting Tag. An dem filmen wir also so viel Content wie möglich, um eine große Auswahl zu haben.

Was besonders toll ist: Das nächste Shooting mit mir als Branding Fotograf für die Sommerkollektion von Brax findet im Frühjahr auf Mallorca statt. Dann muss Eva nicht mehr frieren, ich bin auf meiner Lieblingsinsel und auch der Kunde profitiert von den nahezu perfekten Lichtverhältnissen. Eine Win-win-Situation für alle, oder? Auf Mallorca gestaltet sich die Branding Fotografie aufgrund der alljährlichen milden klimatischen Bedingungen auch im Winter wesentlich leichter. Das werden wir für das Shooting der nächsten Frühjahrskollektion definitiv im Hinterkopf behalten. Auch für andere Unternehmen, wie z.B. Lascana haben wir bereits auf Mallorca geshootet – dazu gibt es bald einen Erfahrungsbericht von Eva.

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Beispiele produzierter Reels

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